Geschlossene Feststoff- und Flüssigkeitsentleerung mit Inertisierung und Vakuumförderung

Geschlossene Feststoff- und Flüssigkeitsentleerung mit Inertisierung und Vakuumförderung

Geschlossene Feststoff- und Flüssigkeitsentleerung mit Inertisierung und Vakuumförderung

Ein Industriekunde aus der chemischen Produktion verarbeitet unterschiedliche Rohstoffe in kleinen und mittleren Chargen. Sensible und teilweise reaktive Medien stellen dabei hohe Anforderungen an Sicherheit, Containment und Flexibilität. Pulver bergen Explosions- und Gesundheitsrisiken, Flüssigkeiten können aggressive Dämpfe freisetzen und metallische Komponenten angreifen. Gleichzeitig sind häufige Produktwechsel erforderlich.

HECHT realisierte hierfür eine integrierte Anlagenlösung für den vollständig geschlossenen und inertisierten Materialfluss vom Gebinde bis in den Reaktor. Ziel ist maximaler Schutz für Bediener, Produkt und Anlagenumgebung bei gleichzeitig hoher Prozesssicherheit.

Die Entleerung der Feststoffe erfolgt über Fass- und Sackentleerstationen unter geschlossenen Bedingungen. Fässer werden mechanisiert aufgenommen, gekippt und über die CFE K Entleerstation sicher entleert. Der Fassliner wird ergonomisch am EC Port angeschlossen, der gesamte Transfer bleibt geschlossen. Auch kritische Stoffe bis OEB 5 werden kontaminationsarm verarbeitet. Sackware wird über eine Schleuse in eine inertisierte Glovebox eingeschleust und dort unter Handschuheingriffen geöffnet. Feinste Partikel bleiben vollständig vom Arbeitsraum abgeschirmt

Für reaktive Flüssigkeiten kommt eine metallfreie Glovebox aus Glas und Kunststoff zum Einsatz. Die Gebinde werden über einen Endlosfolienport eingebracht, die Entleerung erfolgt emissionsfrei in einen Glaszylinder und wird mittels Stickstoffüberdruck in den Zielbehälter gefördert. Bediener sind dabei vor Dämpfen und Spritzern geschützt.

Der Transport der Feststoffe erfolgt über einen geschlossenen Vakuumförderer PCC200. Eine große Filterfläche, automatische Stickstoffabreinigung und WIP-Funktion gewährleisten konstante Förderleistung, einfache Reinigung und sichere Produktwechsel – auch bei feuchten oder klebrigen Medien. Eine Brüdensperre zwischen Förderer und Reaktor verhindert das Aufsteigen von Dämpfen und unterstützt den Explosionsschutz.

Der gesamte Prozess wird unter Stickstoffatmosphäre betrieben und ist nach einem definierten ATEX-Konzept klassifiziert. Abluft wird über einen Wasserwäscher geführt. Die Lösung bietet einen durchgängigen, geschlossenen Prozess, hohen Bedienerschutz, reproduzierbare Produktqualität und eine modulare, zukunftssichere Anlagenstruktur.

Lesen Sie hier den vollständigen Fachbeitrag:
Geschlossene Feststoff- und Flüssigkeitsentleerung in der chemischen Industrie

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